Universitätsklinikum Leipzig - Abteilung für Geburtsmedizin
 Universitätsmedizin Leipzig

Dopplersonographie

Die Dopplersonographie ist eine spezielle Ultraschall-Methode mit der die Geschwindigkeit des Blutes in den Gefäßen (Arterien und Venen) gemessen wird.
Damit kann die Blutversorgung bestimmter Organe und Gewebe eingeschätzt werden, die für die Entwicklung des ungeborenen Kindes wichtig sind. Diese Methode ist genauso wie der normale Ultraschall für Sie und Ihr Kind unschädlich.

Wir unterscheiden prinzipiell 2 Versorgungsgebiete. Das erste sind die Blutgefäße (uterinen Arterien, Aa. uterinae), die den Uterus (Gebärmutter) und die Plazenta (Mutterkuchen) versorgen. Diese Untersuchung dient vor allem für die Vorhersage, ob bei Ihrer Schwangerschaft eine kindliche Wachstumsverzögerung und/oder eine mütterliche Blutdruckerkrankung zu erwarten ist und sollte zwischen der 20.-24. SSW durchgeführt werden.

Das zweite Versorgungsgebiet betrifft das Kind und den kindlichen Teil der Plazenta. Das wichtigste Gefäß ist die Nabelschnurarterie (A. umbilicalis), die indirekt zeigt, wie das Kind über die Plazenta versorgt wird. Diese Untersuchung wird erst notwendig, wenn sich Anzeichen einer kindlichen Störung (z.B. Wachstumsverzögerung) zeigen. Die genaue Einschätzung des kindlichen Zustandes bei Erkrankungen verlangt die Messung weiterer kindlicher Gefäßgebiete (z.B. Hirndurchblutung), die individuell festgelegt werden. Die Untersuchung der kindlichen Gefäße kann über den gesamten Schwangerschaftsverlauf durchgeführt werden.

Eine weitere Besonderheit ist die Farbdopplersonographie, die Gefäße und Gefäßgebiete zusätzlich farblich darstellt und z.B. bei der Herzdiagnostik für eine exakte Aussage notwendig ist.

 
Letzte Änderung: 20.06.2016, 12:39 Uhr
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