Universitätsklinikum Leipzig - Abteilung für Geburtsmedizin
 Universitätsmedizin Leipzig

Fetale Echokardiographie

Die fetale Echokardiographie ist die spezielle Untersuchung des Herzens bei ungeborenen Kindern, mit dem Ziel angeborene Herzfehler auszuschließen bzw. zu erkennen.
Besonders wichtig ist diese Untersuchung, wenn verschiedene Risikoparameter vorliegen. Solche Risikoparameter können sein:
  • Mutter oder bereits geborene Kinder mit einem angeborenen Herzfehler
  • Vorbestehende mütterliche Erkrankungen, wie Diabetes mellitus, Lupus erythematodes, Epilepsie usw.
  • Bestehende andere Anomalie des ungeborenen Kindes
  • Das kindliche Herz kann bei einer normalen Screening-Untersuchung nicht exakt eingestellt werden

Der Inhalt der fetalen Echokardiographie besteht aus der Beurteilung mehrerer Untersuchungsebenen. Dabei werden die Herzkammern, die Herzvorhöfe, die Herzscheidewände und alle zuführenden und abführenden Gefäße beurteilt. Zusätzlich werden auch Organe, wie Lunge, Thymus, Leber und Milz, die in unmittelbarer Nähe zum Herzen liegen, eingeschätzt.
Die Genauigkeit der Methode, exakt die Herzfehler zu entdecken die vorliegen bzw. auszuschließen, hängt natürlich von mehreren Faktoren ab. In unserer Abteilung liegt sie bei 90%. Die fetale Echokardiographie kann prinzipiell ab der 13. Schwangerschaftswoche zu jedem Zeitpunkt der Schwangerschaft gemacht werden. Der beste Zeitraum liegt aber zwischen der 20.-26. SSW. Bei vorbestehenden Risikofaktoren oder im Rahmen des frühen Screenings kann eine fetale Echokardiographie auch schon in der 13. SSW durchgeführt werden. Zu diesem Zeitpunkt ist die Genauigkeit insgesamt natürlich geringer, allerdings lassen sich große Herzfehler bereits gut diagnostizieren.

 
Letzte Änderung: 22.07.2013, 08:41 Uhr
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