Universitätsklinikum Leipzig - Abteilung für Geburtsmedizin
 Universitätsmedizin Leipzig

Präeklampsie - Prognose und frühe Diagnostik mittels maternaler Serummarker (sFlt-1/PLGF-Quotient)

  • Prof. Dr. med. Holger Stepan
  • Dr. med. Elena Langer

Prospektive Multizenter-Studie zur kurzfristigen Prädiktion der Präeklampsie (PROGNOSIS-Studie)
Die Präeklampsie ist eine schwerwiegende Schwangerschaftserkrankung, die weltweit zu einem der führenden Ursachen mütterlicher und kindlicher Morbidität und Mortalität führt. Dabei treten Hypertonie und Proteinurie erstmalig nach der 20. SSW auf. Trotz intensiver Forschungsbemühungen in den letzten Jahren, ist eine verlässliche Prädiktion der Präeklampsie bisher nicht möglich gewesen.
Zahlreiche Studien konnten zeigen, dass es einen Zusammenhang zwischen einer veränderten Expression bestimmter angiogener und anti-angiogener Faktoren im mütterlichen Blut und der Präeklampsie gibt. Als besonders interessant hat sich dabei der sFlt-1/PlGF-Quotient gezeigt, der eine deutliche Verbesserung der kurzfristigen Prädiktion der Präeklampsie zu ermöglichen scheint. Mit der PROGNOSIS-Studie, an deren Leitung unsere Forschungsgruppe maßgeblich beteiligt ist, erfolgt nun erstmalig eine prospektive, doppelt verblindete Multizenterstudie, welche der Validierung des in kleineren Studien etablierten Cut-offs des sFlt-1/PlGF-Quotienten dient. Die Rekrutierungsphase wurde Ende 2014 mit 1273 Patientinnen abgeschlossen.
Sollte sich die Vorhersagekraft des sFlt-1/PlGF-Quotienten auch in dieser großen multizentrischen Studie bestätigen, könnte das zu einer deutlichen Verbesserung in der klinischen Routine führen, da einerseits eine optimale Betreuung von Risiko-Patientinnen gewährleistet werden könnte, und andererseits Nicht-Risiko-Patientinnen identifiziert und eine Überbetreuung hier vermieden werden könnte.

 
Letzte Änderung: 15.09.2015, 10:06 Uhr
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